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Frühere Geschichte
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Eschikofen
Das Dorf wird als Hassinchova schon in karolingischer Zeit
urkundlich erwähnt. Im 9.Jh. wird ein Gut des Klosters St.
Gallen in Eschikofen urkundlich erwähnt. Vom 13. Jhdt. bis
1798 gehörte Eschikofen einerseits zum Besitze der Abtei
Reichenau und damit in neuerer Zeit dem Bischof von
Konstanz, andereseits dem jeweiligen Inhaber von
Griesenberg.
In Eschikofen ist Johann Jakob Wehrli (1790 - 1855)
aufgewachsen, der das thurgauische Erziehungswesen
entscheidend beeinflusste.
Harenwilen
Harenwilen stand als sogenanntes Hohes Gericht unter dem
Landvogt. Hier hatten die Herren von Ochsenhard ihre Stammburg Ochsenkopf.
Hüttlingen
Die Geschichte der
Kirche St.Andreas von Hüttlingen geht auf das Jahr 1337
zurück. Hüttlingen wird erstmals 1336 urkundlich erwähnt.
Das Schloss, ein spätgotisches Steinhaus mit Staffelgiebel
wurde wahrscheinlich von den Möttelis als Inhaber der
Gerichtsherrschaft anfangs des 16. Jhdt. erbaut. Unter der Zürcher
Herrschaft nahm ab 1614 der Obervogt hier Wohnsitz.
Das Dorf, reichenauisches Lehen, hatte verschiedene
Gerichtsherren. Einer war Kaspar Escher, seit 1669 Besitzer
von Wellenberg.
In Hüttlingen wuchs Oskar Otto Kollbrunner (1895-1932) auf.
1913 wanderte Kollbrunner nach Amerika aus, von wo er 1928,
nach dem Tode seiner Frau wieder zurückkehrte. Kollbrunner
schrieb die Prosabände "Treibholz" und "Die
Schenke des Mister Bucalo" und den Gedichtband
"Geschenk der Stille".
Mettendorf
Methindorf (= mittleres Dorf) wurde 1261 erstmals erwähnt.
Im Alten Zürichkrieg besetzten die Schwyzer Wil und verwüsteten
Teile des Thurgaus. So wurde Mettendorf 1445 von einem
Streifzug aus Wil kommender Eidgenossen gebrandschatzt. 1701
wurde das Dorf von einem Grossbrand heimgesucht.
Bis 1798 übten hier der jeweilige Herr auf Wellenberg und
der reichenauische Amtmann in Frauenfeld gemeinsam die
niedere Gerichtsbarkeit aus.
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Wappen
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Eschikofen:
Schwarzes Kreuz auf gelbem Hintergrund.
Das Kreuz erinnert an die Reichenau und Konstanz,
die Farben stammen vom ältesten Grundherrn, dem
Kloster St. Gallen.
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Harenwilen:
Gelber Ochsenkopf auf rotem Hintergrund.
Die Farben rot und gelb weisen auf den Landvogt hin.
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Hüttlingen:
Weisses Andreaskreuz auf blauem Hintergrund.
Ursprung des Wappens geht auf die dem heiligen
Andreas geweihte Kirche von Hüttlingen zurück.
Die Farben blau und weiss weisen auf die Beziehungen
zur Stadt Zürich hin.
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Mettendorf:
Weisser Habsburger Löwe auf blauem Hintergrund über
dem Schach der Herren von Glattburg.
Der Löwe trägt die zürcherischen, das Schach die
reichenauischen Farben.
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heutiges Wappen der
politischen Gemeinde Hüttlingen
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Politische Gemeinde
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Im Thurgau existierte bis vor kurzem
eine grosse Vielfalt an Gemeinwesen:
Bürger-, Einheits-, Kirch-, Munizipal-, Orts-, Schul- und
politische Gemeinde. Zudem kommen Korporationen hinzu, die häufig
Wasser-, Gas- und Elektrizitätsversorgung regelten.
Die Munizipalgemeinde geht auf die Besetzung unseres Landes
durch französische Truppen zurück. Mit der neuen Verfassung von
1803, nach französischem Muster, wurden die Aufgaben neu auf Orts-
und Munizipalgemeinde verteilt.
Die Ortsgemeinde bildet die Grundlage für die
Gebietseinteilung im Thurgau. Sie ist Heimtgemeinde und Trägerin
des Bürgerrechts. Ihre Aufgaben sind: Anlage und Unterhalt von
Strassen, Kanalisation, Kehrichtabfuhr,m Bauordnung, Zonenplan etc. |
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gr. Bild
(55kB, 943x484)
Das Aquarell stammt aus dem Jahre 1750, Geburtshaus von Ulrich
Kollbrunner, dem Grossvater von Ruth O.Wack, USA, in deren Besitz es
noch heute ist.
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